Diabetiker weltweit:
(Hochrechnung, geschätzt)
..

Lange Debatten über den Organisationsaufbau

Was mir immer mehr auffällt ist, dass es ganz egal ist von woher
jemand kommt. Die Probleme sind grundsätzlich dieselben. In manchen
Ländern haben es Diabetiker schwerer in manchen leichter. In
Argentinien gibt es indirekt ein Gesetz, dass Du nicht arbeiten
darfst, wenn Du Diabetes hast. Dort schicken manche sogar Freunde oder
Geschwister zur ärztlichen Untersuchung. Aber die Probleme im Umgang
mit dem Diabetes sind sehr ähnlich.

Ich wurde gebeten unser internes Forum zu leiten, für das ich heute
spontan ein Konzept vorgetragen habe. Ich möchte versuchen damit auch
die Jugend aus Deutschland, die nicht hier ist, dahingehend zu
integrieren, dass sie Anregungen und Vorschläge an die Young Leaders
schicken können!

Das wichtigste Thema war, und das dauerte auch am Längsten, war die
Frage, wie sich die Young Leaders organisieren. Hier gab es sehr
konstruktive aber umstrittene Diskussionen. Letztendlich haben wir uns
aber fast einstimmig auf eine Grundstruktur einigen können. Diese
Grundstruktur ist die Basis für unsere weitere Arbeit, ohne diese ist
kein weiteres Engagement möglich. Umso erfreuter bin ich, dass wir von
über 80 Teilnehmern nur eine Abweichung haben und die Person hat für
ein Konzept abgestimmt, das nicht vollkommen unterschiedlich ist von
dem, was wir nun umsetzen werden. Morgen geht es an die Verhandlung
von Details, wobei da noch nicht ganz klar ist, wie wir das mit so
vielen Teilnehmern hinbekommen können. Möglicherweise brauchen wir
dafür einen kleinen Konvent. Ich bin sehr gespannt, der derzeitige
Stand der Dinge, ohne bereits Details verraten zu wollen, ist wirklich
super gut oder, um es mit den Worten Paul Maddens zu formulieren:
"It's amazing!"

Ich habe versucht mit den "EU Teilnehmern" Lobbying zu betreiben und
mir ist aufgefallen, dass wir Delegierten aus EU Ländern keine
entgegengesetzten Auffassungen haben. Mir persönlich ist es sehr
wichtig, dass wir innerhalb der EU zusammen arbeiten. Letztendlich
haben wir faktisch gesehen eine gemeinsame EU Regierung, die Gesetze
erlässt, an die wir und halten müssen. Eine wirkliche Zusammenarbeit
von Diabetes Organisationen findet jedoch nicht statt. Das finde ich
unglaublich traurig. Gestern hörte ich aus Belgien, dass dort für 2012
ein Jugendcamp geplant wird, das international sein soll und in
Serbien stattfindet. Nach meiner Rückkehr werde ich dazu auch auf
Diabetes-Index einen Bericht verfassen! Ich würde mich freuen, wenn auch
deutsche teilnähmen.Grundsätzlich sollten wir solche Projekte
zukünftig internationaler in der EU planen.

Zu dem Aufbau der Young Leaders kann ich morgen vielleicht schon mehr berichten.

Kommentare

Danke für diesen Beitrag

Ich danke an dieser Stelle recht herzlich für diesen Beitrag. Ich wünsche allen, die der Diabetes den Kampf angesagt haben, viel Kraft und Energie. Aufklärung ist heute wichtiger denn je! Ganz liebe Grüße vom Bodensee, Lissi